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KPTBS Test: PTBS Selbsttest bei komplexer Belastungsstörung

March 21, 20263 min read

K-PTBS Test: Leide ich unter einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung?

Hast du das Gefühl, dass deine Vergangenheit dich auch Jahre später nicht loslässt? Dass dein Nervensystem ständig auf Hochtouren läuft, obwohl eigentlich keine akute Gefahr besteht? Viele Menschen kennen den Begriff der posttraumatischen Belastungsstörung, doch oft greift diese Diagnose zu kurz, wenn die traumatischen Erfahrungen andauernd waren.

Wenn belastende Erfahrungen über einen langen Zeitraum hinweg stattgefunden haben – wie es oft bei einem Entwicklungstrauma der Fall ist – sprechen wir heute von einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (K-PTBS). Dieser PTBS Selbsttest hilft dir dabei, deine Symptome nach den neuesten klinischen Kriterien der ICD-11 einzuordnen.


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Was ist der Unterschied zwischen PTBS und komplexer PTBS?

Während eine klassische Belastungsstörung oft durch ein einmaliges, traumatisches Ereignis (wie einen Unfall) ausgelöst wird, entsteht eine komplexe PTBS (KPTBS) meist durch wiederholte Situationen, denen man nicht entfliehen konnte. In der klinischen Psychologie unterscheidet man heute klar zwischen diesen beiden Formen, da ein chronisches Trauma das gesamte System anders erschüttert als ein Einzelereignis.

Neben den typischen Symptomen der PTBS wie Rückblenden (Flashbacks), massiven Schlafstörungen und dem Gefühl des ständigen Eindringens belastender Erinnerungen an das Ereignis, treten bei der komplexen Form zusätzliche Störungen der Selbstorganisation (DSO) auf. Führende Experten wie Maercker und Cloitre haben aufgezeigt, dass Betroffene oft unter einer tiefgreifenden Erschütterung des Selbst- und Welterlebens leiden.

Zu diesen erweiterten Symptomen gehören:

  • Massive Probleme bei der emotionalen Steuerung (Affektregulation).

  • Ein tief sitzendes negatives Selbstbild (Schuldgefühle und Scham).

  • Anhaltende Schwierigkeiten, stabile Beziehungen aufrechtzuerhalten.

Diagnose nach ICD-11: Fachliche Einordnung

Mit der Einführung der ICD-11 wird die komplexe posttraumatische Belastungsstörung nun offiziell als eigenständige Krankheit anerkannt. Forscher wie Hyland haben maßgeblich dazu beigetragen, die Messung der ICD-11-PTBS durch standardisierte Verfahren wie den internationalen Traumafragebogen zu präzisieren.

Ein professioneller Fragebogen oder ein traumatischer Ereignis-Check ist oft der erste Schritt, um diagnostisch abzuklären, welche Belastungen vorliegen. Fachleute wie ein Facharzt oder ein spezialisierter Psychotherapeut untersuchen dabei, ob die Kriterien für Patienten mit einer komplexen PTBS erfüllt sind. Dabei geht es nicht nur um das traumatische Ereignis an sich, sondern darum, wie sehr die Arbeitsfähigkeit und das soziale Leben durch verschiedene Traumafolgestörungen beeinträchtigt sind. Früher wurde dieses Bild oft unter dem Begriff DESNOS diskutiert, doch die heutige Einordnung ist wesentlich präziser.

Ursachen: Erlebnisse, die eine K-PTBS auslösen können

Eine Störung durch extremen Stress entsteht oft dort, wo Schutz und Sicherheit hätten sein sollen. Die Ursachen für eine komplexe posttraumatische Belastungsstörung liegen häufig in der Kindheit. Typische Traumata sind:

  • Anhaltende Vernachlässigung oder emotionale Gewalt.

  • Erfahrungen von körperlicher und sexueller Gewalt.

  • Aufwachsen in einem instabilen Umfeld (Sucht, psychische Erkrankungen der Eltern).

Diese Erfahrungen führen dazu, dass Betroffene oft in einem Zustand der Dissoziation oder Derealisation (ein Gefühl der Unwirklichkeit) leben oder ständig unter einer massiven inneren Belastung stehen. Oft treten hierbei auch begleitende Angststörungen auf, die den Alltag erschweren.

Wege der Heilung: Psychotherapeutische Ansätze

Die gute Nachricht ist: Das Gehirn und das Nervensystem sind plastisch. Eine psychotherapeutisch fundierte Begleitung geht heute weit über eine reine kognitive Verarbeitungstherapie hinaus. Experten wie Bisons betonen die Wichtigkeit eines phasenorientierten Vorgehens, das bei der Stabilisierung beginnt.

Methoden wie EMDR, NARM® oder die Arbeit mit inneren Anteilen (Ego-State) helfen dabei, unterschiedliche Traumafolgestörungen behutsam zu integrieren. Es geht darum, die Grenze der eigenen Belastbarkeit wieder zu spüren und die Messung der eigenen Fortschritte nicht nur an Symptomen, sondern an gewonnener Lebensqualität festzumachen. Ziel ist eine nachhaltige Traumabewältigung, die dich wieder in Kontakt mit deiner Kraft bringt.


Der nächste Schritt: Dein kostenfreies Kennenlerngespräch

Ein Testergebnis schwarz auf weiß zu sehen, kann im ersten Moment aufwühlend sein. Vielleicht fühlst du dich aber auch zum ersten Mal wirklich verstanden und erleichtert, weil dein Leiden endlich einen Namen hat.

Wichtig ist: Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. In meiner Praxis in München (oder online) biete ich dir einen geschützten Raum, um genau dort anzusetzen, wo dein System Unterstützung braucht. Wir arbeiten nicht „gegen“ die Symptome, sondern „mit“ deinem Nervensystem, um Schritt für Schritt wieder Sicherheit und Lebendigkeit in dein Leben einzuladen.

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Nathalie Grupp ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumatherapeutin und Life Coach in München. 
In ihrer Praxis Selbstwege begleitet sie Menschen bei Themen wie Entwicklungstrauma, KTBS, Selbstwert, Beziehungsmustern, und innerer Orientierung – einfühlsam, achtsam und von Mensch zu Mensch

Nathalie Grupp

Nathalie Grupp ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Traumatherapeutin und Life Coach in München. In ihrer Praxis Selbstwege begleitet sie Menschen bei Themen wie Entwicklungstrauma, KTBS, Selbstwert, Beziehungsmustern, und innerer Orientierung – einfühlsam, achtsam und von Mensch zu Mensch

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